Urlaub ist vorüber.
Ich habe viel nachgedacht. Über alles, mein Leben, die Liebe, die täglichen Sorgen und was mich sonst eben so beschäftigt. Ich kam zu dem Schluss, dass man manchmal eben einen Schlussstrich machen soll. Auch wenn man sich noch so gegen einen selbst wehrt. Oft hat es keinen Sinn. Oft sind Menschen es einfach nicht wert, sich über jene Gedanken zu machen. Manchmal sind es Menschen umso mehr wert, doch wenn man selbst keinen Sinn mehr darin sieht, hat man nahezu keine andere Wahl, denn das würde einem selbst nicht guttun. Ich habe beschlossen, mein altes Leben und eben diese momentanen Sorgen, die Liebe, hinter mir zu lassen. Ich will einen neuen Schritt nach vorne wagen. Ohne jegliche Dinge aus meiner Vergangenheit. Ein Neubeginn. Ohne Menschen, für die es sich nicht lohnt zu warten. Ohne Menschen, die einem mehr geben, als man selbst jemals geben könnte, denn diese haben es nicht verdient, einen so minderwertigen Menschen zu haben und sich damit zufrieden geben zu müssen. Es ist schwierig, den Menschen zu finden, der einem genau das Mittelmaß zeigt, welches man sucht. Die einen verlangen zu viel, die anderen einfach viel zu wenig. Und so gebe ich nun alles auf, was ich in letzter Zeit gewann, oder auch nur versuchte zu gewinnen. Diese Menschen hatten ihre Chance und ich hatte meine. Vergebens. Aber es wird ein neuer Tag kommen; und vor allem: es wird der Tag kommen.
So frei wie der wilde Vogel, drehe ich nun meine Runden.
Ohne jeglichen Rückblick ins Vergangene...
Ohne jeglichen Rückblick ins Vergangene...
"... Ich weiß nicht, woran das lag. Vielleicht bin ich von meiner Mutter nicht zur Liebe erzogen worden. Vielleicht sind die Zeiten zu hart gewesen. Vielleicht ist Liebe ein Luxusgefühl, das sich nicht einstellen kann, wenn mann immer nur kämpfen muss. Vielleicht bin ich auch immer nur an die falschen Männer geraten. Ich wollte mir jetzt jedenfalls nicht alles verderben, indem ich anfing, bei ihm die Liebe zu suchen ..."
| aus dem Buch: Nacktbadestrand von Elfriede Vavrik. |
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