Mittwoch, 3. Oktober 2012

Chapter I - a new life begins..

Ich denke es ist an der Zeit, wieder mal etwas aktiv zu werden, was meinen Blog angeht. Auch wenn ich durch die Schule und die Freizeit nicht so viel Zeit habe momentan, versuche ich dennoch, wieder mal mehr zu schreiben. Schließlich gibt es ja genügend zu berichten.


V e r g a n g e n h e i t
& wie die Dinge bis heute so kamen...






Wahnsinn, es ist fast ein Jahr vergangen. Es kommt mir vor, als wären es ein paar Wochen gewesen, wenn überhaupt. Ich kann mich noch so genau an all das erinnern, was damals passiert ist. Ungefähr um die gleiche Zeit letzten Jahres habe ich ihn kennen gelernt, kurze Zeit darauf, ihn zu lieben. Es war eine wunderschöne Zeit mit ihm, ich kann es kaum glauben, dass ich es so genießen konnte. Normalerweise bin ich ja etwas eigen, was meine Freiheiten und das alles angeht. Ich habe es nie geschafft, mich langfristig an jemanden zu binden und vor allem auch mit ihm so viel Zeit in einem Stück zu verbringen. Aber mit ihm hab ich's geschafft - und konnte dennoch nicht genug von ihm bekommen. Jede Sekunde mit ihm war traumhaft, es gab zwei kleine Differenzen, die allerdings nur durch meine schlechte Laune so hochgeschaukelt wurden, aber am nächsten Tag war wieder alles in Ordnung. Ich war sogar in Norwegen mit ihm. Meinen sehnlichsten Traum hab ich mit ihm verwirklicht. In Slowenien waren wir auch 2 Mal auf Urlaub. Meine Familie hat ihn geliebt, jeder mochte ihn. Sogar mein Stiefdad, und das heißt ja mal wirklich was.  Ich war immer glücklich mit ihm. Er hatte zwar auch seine Makel, aber die hab ich ja genauso. Das Ende unserer Beziehung kam eigentlich vollkommen überraschend. Innerhalb von zwei Wochen war alles vorbei. Ohne Wenn und Aber. Ich hab lang darüber nachgedacht, ob es wirklich so sein soll, ich weiß bis heute nicht, ob es die richtige Entscheidung war, aber ich komme damit klar. Ich hab mich einfach damit abgefunden, schließlich ist es größtenteils auch meine Schuld. Ich kam in die neue Klasse, ein neuer Abschnitts meines Lebens hat begonnen, ich hatte extrem viel zu tun und wenig Zeit für ihn. Er fühlte sich vernachlässigt. Ich kann ihn ehrlich gesagt auch verstehen, aber hat nicht jeder mal solche Phasen? Dazu kam dann noch, dass er sich über vieles beschwert hat, was ihm auf die Nerven geht, wie zum Beispiel das dauernde zu mir fahren, was auch  mindestens vier Stunden Autofahrt in Anspruch genommen hat. Und dann kamen Aussagen wie zum Beispiel, ich hätte keine Ahnung vom Leben, weil ich nicht alles selbst bezahlen muss, kein eigenes Einkommen habe, weil ich noch zur Schule gehe und mich weiterbilde, weil mein Auto von meiner Mutter bezahlt wurde, weil meine Mutter mir ein schönes Leben verwirklicht. Jedenfalls war ich in dem Moment sehr, sehr wütend, weil ich auf solche Aussagen von meinem Freund echt verzichten kann. Ich hab dann gesagt, ich brauch mal etwas Ruhe, weil ich das nicht pack' und bei solchen Gesprächen einfach nur aggressiv und wütend werde. Außerdem wollte ich mein Leben wieder leben. Durch ihn hab ich kaum mehr was unternommen, wir waren immer im selben Lokal, im selben Ort, mit den selben Leuten.. und das ging dann mir auf die Nerven. Und ich hab jemanden kennen gelernt, der mich sehr interessierte. Generell von der Person her. Ich hab mittlerweile das Gefühl, dass ich so ein Gespür habe für, naja, spezielle Menschen, sage ich jetzt mal. Und ich hab mich verdammt gerne mit ihm unterhalten. Nach fast einer Woche Funkstille zwischen meinem Freund und mir, hab ich ihm dann gesagt, ich kann leider immer noch nicht so viel Zeit aufbringen, ich weiß nicht, ob ich der Beziehung noch genügend bieten kann, weil mir einfach momentan alles über dem Kopf zusammenbricht. Das war allerdings noch in den Ferien. Da hab ich in nem Restaurant als Küchenhilfe gearbeitet, war ne stressige Arbeit, aber ich habs durchgezogen. 5 Wochen lang hab ich gearbeitet, so um die sieben Stunden am Tag. Und dann sagt mein Freund zu mir, ich hätte keine Ahnung vom Arbeitsleben. Ja, natürlich ist mir klar, dass ich bestimmt keinen so intensiven Einblick in die Arbeitswelt bekommen hab, den er hat, aber immerhin hab ich endlich mal was durchgezogen, und darauf war ich stolz. Und es war ja nicht so, dass ich da beim Arbeiten Daumengedreht hab. Es war hart. Wirklich. Wenn ich abends heim kam, bin ich sofort ins Bett gefallen und eingeschlafen. Naja. Auf jeden Fall meinte mein Freund dann, nach der Aussage von mir, dass ich mehr Zeit brauche, er könne nicht warten, es würde ihn zu sehr verletzen. Und dann wars halt aus. Ich solle ihm seine Sachen schicken und fertig. Eigentlich eines der beschissensten Enden einer so guten Beziehung. Was mich allerdings sehr verstört hat, war, dass ich vielleicht eine Stunde, höchstens zwei geweint habe. Früher hätte ich mich bestimmt wieder aufgeschnitten und sonst was mit mir angestellt. Aber diesmal blieb ich hart. Naja, es gab schon mal einen Tag, wo ich mir auf die Finger hauen musste, als sie grad zur Klinge griffen, aber ich konnte immerhin widerstehen. Und: in den Sommerferien hab ich zum Rauchen aufgehört. Ich war einfach zu faul, Zigaretten kaufen zu gehen und am nächsten Tag dachte ich mir dann, ich scheiß drauf und hör auf. Seltsamerweise hielt ichs wirklich aus. Snus halfen mir zwar am Anfang, aber es war immerhin keine Zigarette. Ja, und dann ging die Schule wieder los. So viele neue Menschen. Als ich den ersten Tag in meiner Klasse saß, dachte ich mir wirklich, die verarschen mich jetzt. Selten hab ich so viele Spasten auf so engem Raum gesehen, aber mittlerweile kenne ich die meisten und bis auf drei sind sie ganz okay. Mit der einen Person, die ich während der Beziehung interessant fand, schrieb ich weiterhin. Wir schrieben echt den ganzen Tag über Facebook, Whatsapp und SMS. Er hat mir dann mal gesagt, ich sei das beste, was ihm passieren hätte können. Ehrlich gesagt hatte ich keinen Plan, wie ich das auffassen sollte, deshalb fragte ich nach. "Naja, du bist wunderschön, intelligent, ich mag deine Art halt", war dann seine Antwort. Ich lief komplett rot an, naja, das tat ich zu der Zeit eigentlich schon bei fast jeder Nachricht von ihm. Irgendwann dachte ich mir dann, ich müsse mich mit ihm treffen. Gut, Eltern waren auf Urlaub, ich stieg ins Auto und fuhr zu ihm. Er wohnt ja nur ne Stunde weg von mir. Gut. Wir saßen mehrere Stunden in einem Cafe, haben uns unterhalten. Abends wollte ich noch mit einer Freundin weg, deshalb musste ich um 19 Uhr schon wieder los. Er begleitete mich noch bis zum Auto und als ich einstieg meinte er nur: "Meldest dich dann halt mal wieder." "Ja, mach ich :)", sagte ich dann und stieg ins Auto. Ich war überglücklich, wirklich. Zuerst war ich ja noch etwas im Zwiespalt, was seine Person betraf, aber das hab ich einfach ausgeblendet, es machte den Anschein, als hätte ich mich in ihn verliebt. Sowas passiert bei mir ja bekanntlich schneller als bei anderen und ich weiß auch, dass das ein großes Laster von mir ist. Als ich vor der Haustüre stand, rief meine Freundin mich an: "Du, das mit heute klappt doch nicht, wir haben keine Lust mehr." Ich dacht mir nur, alter, willst mich jetzt verarschen? Ich stress' mich, dass ich nach Hause komme, wollte eigentlich eh nicht weg von ihm, und dann sagt sie mir ab. Ich hätte kotzen können. Hab dann gleich, als ich ins Wohnzimmer kam, ihm eine SMS geschrieben, dass ichs echt schön gefunden hab.  Dann hab ich zuhause erst mal zwei Bier hineingekippt und versucht, die gesammelten Eindrücke zu verdauen. Auf meine SMS kam nichts zurück und da wurde ich dann nervös. Ich hab mir wieder mal Vorwürfe gemacht, ich hätte dieses und jenes falsch gemacht, etc. Ich hab mich echt scheiße gefühlt. Die Euphorie wandelte sich in Depression um. Danach wurden die Nachrichten von ihm immer weniger, auch die nächsten Tage. Meine Stimmung wurde immer beschissener und ich dachte immer mehr und mehr nach. Ich versuchte auf all' möglichen Wegen seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, hab ihm einfach so mal Guten-Morgen-SMS geschrieben und halt versucht, Reaktion zu bekommen. Vergeblich. Ich hasse mich dafür. Ich hab mir mal geschworen, nie wieder nem Typen hinterher zu laufen, davon mal abgesehen, dass ich eigentlich eh keine Beziehung will momentan, also ist es eigentlich kein Hinterherlaufen. Gut. Jedenfalls habe ich die letzten Tage damit verbracht, mir keine Gedanken über ihn zu machen. Fiel dementsprechend suboptimal aus. Aber egal. Ich hab angefangen, mich intensiv mit mir selbst zu beschäftigen, mich der Astrologie zu widmen und meinen Geist zu analysieren und ich hatte Erfolg darin. Hab viel gelesen in der Zeit und mich extrem versucht auf dem Themengebiet weiterzubilden. Und sowas wie Sternzeichen haben mich ja immer schon interessiert. So hab ich es geschafft, ihn wenigstens eine Weile aus meinem Kopf zu verbannen. Mittlerweile schreibt er mir gar nicht mehr. Nicht mal, wenn ich ihm ne Nachricht schreibe, also hab ich resigniert und kümmer mich jetzt nicht mehr drum. Klar ist es hart, aber ich steh das schon durch. Außerdem brauche ich schließlich keinen Mann, um zu leben. Ich kann sehr wohl auch mein eigener Herr sein. Ich will sowieso mal wieder meine eigenen Entscheidungen treffen, spontan sein, Spaß haben, herumreisen, was mir halt grad so in den Sinn kommt. Momentan bin ich am Musizieren. Hab mein altes Keyboard wieder ausgegraben und schon ein Lied geschrieben. Es ist zwar noch nicht ganz fertig, aber ich finde es echt nicht schlecht für den Anfang. Den Text hab ich schon fertig, allerdings muss er denke ich noch auf die Melodie abgestimmt werden und das ein oder andere Wort gehört noch gestrichen. Aber es wird. Das Lied handelt eigentlich davon, was ich in den letzten Wochen über mich gelernt habe. Oder über das Leben. Es ist übrigens in Mundart geschrieben, also verstehts nicht jeder, aber das ist ja auch der Sinn. Ich will was schreiben, was auch so begeistert, einfach weil man das Gefühl heraushört und man sozusagen blind versteht, um was es da geht, oder zumindest weiß, dass das Lied aus dem Herzen kommt. Meine Gefühlswelt ist momentan halt ein ziemliches Chaos, wird wohl ne Weile dauern, bis ich es wieder geordnet habe, aber es könnte auch durchaus eine Türe zur Selbstfindung sein. Man wird sehen, wie ich mich in den nächsten Wochen entwickle, was ich fertigstelle, beende oder neu beginne. Ich seh nach vorne, in die Zukunft und ich bin mir sicher, dass mein Leben wieder lebenswerter wird. In den nächsten Wochen steht jedenfalls Party, Freunde und Alkohol im Vordergrund. Ich bin in letzter Zeit sozusagen viel zu schnell alt geworden, dass muss ich jetzt wieder ändern, solang ich die Zeit noch habe. Und diesen Wink des Schicksals nehme ich an und gebe mich ihm hin, komme was wolle!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen